Mai 05

So, letzt Woche war’s dann endlich soweit – der Postbote brachte mir ein paar GCCs von HERA Arms vorbei, auf die ich (und ein paar Kunden) schon sehnsüchtig gewartet haben.



Ausgepackt, bewundernd gestreichelt – und gleich mal ‘ne neue G17 aus dem Lager geholt und eingebaut.

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Zur Montage muss bei der Glock die Kimme entfernt und durch einen mit dem GGC gelieferten Visierblock ersetzt werden, in den dann der Durchladehebel eingreift. Dazu einfach die alte Kimme aus der Nut drücken (geht bei den normalen Glock Plastikvisieren sehr einfach), den Visierblock reinschieben und mittels Imbusschraube fixieren.
Dann noch den Verriegelungs-Pin der Glock durch einen mitgelieferten längeren Pin ersetzen, die Glock ins GCC einschieben und mittels Schraube (durch den Rail-Slot) und Pin mittels Sicherungsringen fixieren – fertig! Zeitdauer für die komplette Installation vielleicht 5 Minuten.

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Ich habe an mein GCC noch die Seitenrails (aus rein optischen Gründen) und den Sling Adapter montiert, das hat mit der Funktion als solcher aber nix zu tun.

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Da das GCC über keine offene Visierung, sondern nur über eine lange Picatinny-Schiene an der Gehäuseoberseite verfügt, muß natürlich noch eine Optik drauf. Ich habe mich für mein GCC für das Aimpoint Comp M4 entschieden, das meiner Ansicht nach auch optisch gut zum GCC passt.
Allerdings ist die normale Montagehöhe des Aimpoint etwas zu niedrig für die Verwendung mit dem GCC, so daß da noch ein Spacer rein musste um einen perfekten Durchblick zu ermöglichen.

Unbedingt sollte man die Montage eines Vordergriffes erwägen, da sich das GCC damit einfach noch deutlich besser handhaben läßt. Ich habe bei mir einen der neuen Tango Down Battlegrips mit Schnellverschluß montiert, der sich (wegen seiner mittigen Verriegelung und der beim GCC nur 2 vorhandenen Querslots bei der Vorderrail) dafür perfekt eignet.
(Bei meinem Tango Down Griff habe ich lediglich die Abschlußkappe etwas abgedreht um die Bauhöhe zu verringern; damit habe ich ca. 2cm gespart.)

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Über das Wochenende wurde das GCC dann immer wieder mal rausgeholt, um es anzuschmachten, und gestern war’s dann endlich Zeit, es auf unserem Schießstand Gassi zu führen.

Erste Reaktion aller Zuschauer: “Was ist das denn? Das sieht ja geil aus!” – und dann nackter Unglauben wenn man sagt, daß das eine Glock ist ;)

Der Durchladehebel (der übrigens für Linkshänder auch seitenverkehrt montiert werden kann) verlangt nach etwas mehr Kraft – man muss die Feder des Hebels selber PLUS die normale Verschlußfeder der Glock ziehen – aber mit etwas Übung geht auch das ohne große Probleme.

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Dann mal ein paar 33er Magazine voll gemacht, auf den Stand und erst mal das Aimpoint eingeschossen. Dann ging der Spaß aber erst richtig los!

Beim Schießen ist das GCC extrem zahm. 9×19 hat ja eh nicht den starken Rückstoß, aber aus einer Langwaffe (was die Glock im GCC ja technisch, wenn auch nicht waffenrechtlich ist) bleibt davon einfach nix mehr übrig. Störungen gab’s bei mehr als 200 Schuß nicht eine einzige – Glock ist und bleibt halt Glock…
Auf 25m war es mit dem GCC übrigens keine Kunst mehr, einzelne Schußpflaster gezielt von den Scheiben runterzuschießen.

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Durch den für Glockverhältnisse hohen Abstand zwischen Visierlinie (durchs Aimpoint) und der Laufachse ergibt sich auf eine Schußentfernung von 5m ein ca. handbreiter Tiefschuß, wenn das Aimpoint auf 25m “Fleck” eingeschossen ist. Dies ist aber kein Fehler oder Mangel, sondern ist eigentlich jedem Langwaffenschützen bekannt, der seine Waffe auch mal auf kürzere Distanzen einsetzt.

Fazit: Cooler Umbau! Macht aus der Glock einen echten Carbine, der beim Schießen wirklich höllischen Spaß macht. Durch den fßr den Umbau nötigen Austausch der Visierung aber nicht für die gelegentliche Montage gedacht, sondern mehr als “semi-permanente” Tuningmaßnahme. Aber für das GCC lohnt sich auch die Anschaffung einer eigenen Glock :)

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